Mythos KMS, heute: Aktivierung ohne Domänenmitgliedschaft

Der KMS (Key Management Service) bietet reichlich Anlass für hitzige Diskussionen; oft missverstanden und unbeachtet, traut sich so mancher Admin nur unter Vorbehalt an dieses Thema heran. Eine beliebte Frage ist, in wie fern die Aktivierung über den KMS für ein Nicht-Domänenmitglied gesteuert werden kann.

KMS-SRV-Eintrag im DNS

Wie man an der Abbildung oben erkennt, wird ein KMS über einen SRV-Eintrag im DNS gefunden. Damit dieser vom Client nun aucht tatsächlich zum Zwecke der Aktivierung angefragt wird , muss das primäre DNS-Suffix des KMS-Clients so konfiguriert werden, dass es der DNS-Domäne entspricht, in der der " _VLCMS"-Eintrag erstellt wurde. Im Beispiel oben ist das " contoso.com".

Autounattend.xml

Seit dem Erscheinen von Windows Vista lassen sich alle Windows-Betriebssysteme über eine Antwortdatei unbeaufsichtigt installieren; diese Datei kann mittels eines USB-Sticks parallel zur Installation von DVD dem System übergeben werden. Der Name der Datei muss “Autounattend.xml” lauten, in Windows XP und Windows Server 2003 entspricht dies der Datei “winnt.sif”.

Basic Unattended File: Autounattend.xml Der “Windows System Imager Manger” aus dem “Windows AIK” vereinfacht das Erstellen solcher Dateien, die prinzipiell auch mit jedem Texteditor bearbeitet werden können. Um den Einstieg zu erleichtern listet das nachfolgende PDF jene Einträge, die zum Grundgerüst der Datei gehören, so dass Installationen vollständig ohne Benutzereingriff laufen. Grau hinterlegte Einträge sind optional (aber nützlich).

Windows 7 und R2 evaluieren ohne Produktschlüssel (PID)

Seit der Veröffentlichung von Vista lassen sich alle Windows-Betriebssysteme sehr komfortabel evaluieren, ein Produktschlüssel (PID) ist in keinem Fall erforderlich. Jedoch sollte man wissen, wie man die eingebaute Evaluierungsphase effizient nutzen kann. In Windows 7 und dem Windows Server 2008 R2 hat sich diesbezüglich im Vergleich zu den Vorgängerversionen einiges geändert.

Autounattend.xml und Default-PIDs In Vista/WS2008 musste man bei Verwendung einer Datei zur unbeaufsichtigen Installation einen Produktschlüssel hinterlegen; dazu eigneten sich die so genannten “OPK PIDs” vorzüglich (siehe OPK-PIDs Vista und WS 2008 ). Das Verwenden dieser Platzhalter ist in Win7/R2 nicht mehr erforderlich, aber noch immer möglich.

Vortrag auf dem IT-Xpert-Forum

Mein Vortrag zum Thema " Open Source - Ausweg aus der Krise oder geschenkt noch zu teuer?" steht unter dem nachfolgenden Link allen Interessierten zur Verfügung. Das PDF enthält neben den Folien ausführliche Kommentare, Ergänzungen und Verweise.

Geschenkt noch zu teuer? (PDF)