Mythos KMS, heute: Aktivierung ohne Domänenmitgliedschaft
Der KMS (Key Management Service) bietet reichlich Anlass für hitzige Diskussionen; oft missverstanden und unbeachtet, traut sich so mancher Admin nur unter Vorbehalt an dieses Thema heran. Eine beliebte Frage ist, in wie fern die Aktivierung über den KMS für ein Nicht-Domänenmitglied gesteuert werden kann.

Wie man an der Abbildung oben erkennt, wird ein KMS über einen SRV-Eintrag im DNS gefunden. Damit dieser vom Client nun aucht tatsächlich zum Zwecke der Aktivierung angefragt wird , muss das primäre DNS-Suffix des KMS-Clients so konfiguriert werden, dass es der DNS-Domäne entspricht, in der der " _VLCMS"-Eintrag erstellt wurde. Im Beispiel oben ist das " contoso.com".
Das besondere ist hierbei, dass ausschließlich der Eintrag über die Systemeigenschaften relevant ist (rechte Maustaste auf den Arbeitsplatz bzw. “Computer”, Eigenschaften). DNS-Suffixe, die in der Netzwerkkonfiguration festgelegt werden, beachtet das System diesbezüglich nicht. Da beim Eintritt in eine Domäne genau dieser Wert automatisch festgelegt wird, ist bei vielen Admins der falsche Eindruck enstanden, dass der Eintritt in die Active Directory-Domäne erforderlich sei. Im Umkehrschluss ließe sich daraus eine Grundsicherung des KMS ableiten. Diese Annahme ist falsch.
Und Steve sprach: gehet hin und kaufet alle davon!
Autounattend.xml
Seit dem Erscheinen von Windows Vista lassen sich alle Windows-Betriebssysteme über eine Antwortdatei unbeaufsichtigt installieren; diese Datei kann mittels eines USB-Sticks parallel zur Installation von DVD dem System übergeben werden. Der Name der Datei muss “Autounattend.xml” lauten, in Windows XP und Windows Server 2003 entspricht dies der Datei “winnt.sif”.
Basic Unattended File: Autounattend.xml Der “Windows System Imager Manger” aus dem “Windows AIK” vereinfacht das Erstellen solcher Dateien, die prinzipiell auch mit jedem Texteditor bearbeitet werden können. Um den Einstieg zu erleichtern listet das nachfolgende PDF jene Einträge, die zum Grundgerüst der Datei gehören, so dass Installationen vollständig ohne Benutzereingriff laufen. Grau hinterlegte Einträge sind optional (aber nützlich).
Beispieldateien finden sich hier zum Download:
Nach dem Download bitte die Dateien umbenennen in “autounattend.xml”. Beim Vergleich der Beispieldateien sollte sich schnell zeigen, welche Anpassungen vorgenommen werden müssen, um beispielsweise die (UI-) Sprache oder die Prozessorplattform zu wechseln.
Windows 7 und R2 evaluieren ohne Produktschlüssel (PID)
Seit der Veröffentlichung von Vista lassen sich alle Windows-Betriebssysteme sehr komfortabel evaluieren, ein Produktschlüssel (PID) ist in keinem Fall erforderlich. Jedoch sollte man wissen, wie man die eingebaute Evaluierungsphase effizient nutzen kann. In Windows 7 und dem Windows Server 2008 R2 hat sich diesbezüglich im Vergleich zu den Vorgängerversionen einiges geändert.
Autounattend.xml und Default-PIDs In Vista/WS2008 musste man bei Verwendung einer Datei zur unbeaufsichtigen Installation einen Produktschlüssel hinterlegen; dazu eigneten sich die so genannten “OPK PIDs” vorzüglich (siehe OPK-PIDs Vista und WS 2008 ). Das Verwenden dieser Platzhalter ist in Win7/R2 nicht mehr erforderlich, aber noch immer möglich.
Automatische Aktivierung ausschalten Nach der Installation der Enterprise-Editionen erwarten Win7/R2 einen KMS (“Key Management Service”) im Unternehmen. Aus diesem Grund sieht man im Dialogfenster “System” (Windowstaste + PAUSE), dass 3 Tage für die automatische Aktivierung verbleiben.











